Reisebericht: Mein Garten Eden liegt bei Málaga

Eine Reise zu mir selbst 

Warum, so mag man sich fragen, sollte ich nach Andalusien fliegen, wenn ich eine Reise zu mir selbst machen will? Ich bin doch ich, wo immer ich mich auch aufhalte. 

Natürlich trifft das zu. Doch wenn ich mich ganz auf mich konzentrieren will, dann ist das zu Hause kaum möglich. Da ist vieles, was mich ablenkt. Das Tagesgeschäft fordert seinen Tribut. Die Familie erwartet Aufmerksamkeit. Ich verfalle unbewusst immer wieder in alte Muster.

Bin ich in der Fremde, dann ist das anders. Ich bin neugierig. Auf ein anderes Land, fremde Menschen und neue Erfahrungen. Solchen Gefühlen kann ich mich dann ganz hingeben, ohne an den Alltag zu denken. Ein Aufenthalt in der Casa el Morisco ist dafür genau das Richtige. Die üppige Natur auf diesem Fleckchen Erde ist geradezu überwältigend. Es grünt, blüht, duftet und plätschert überall. Dazwischen finden sich immer wieder Plätze, die zum Ausruhen, Meditieren und Besinnen einladen. Mein erster Gedanke war, dass ich mich im Garten Eden befinden müsse. Die freundlichen dienstbaren Geister des Anwesens verstärken diesen Eindruck noch. Nichts muss, alles kann. Was für eine perfekte Voraussetzung, um sich einmal mit sich selbst zu beschäftigen! Wo komme ich her? Wo will ich hin? Wie sieht mein Weg aus?

Wenn man sich diese Fragen in einer Gruppe stellt, dann ist das Ergebnis verblüffend. Fremde Menschen haben oft einen ganz anderen Blickwinkel. Die Coaches Jasmin und Peter taten ihr Bestes, um uns auf der Reise zu uns selbst, zu begleiten. Trotz der äußeren paradiesischen Zustände führten sie alle Teilnehmer gekonnt an den Rand der Komfortzone. Glaubte ich bis dahin, meine Schwachstellen zu kennen, so musste ich erstaunt feststellen, dass ich so manches Thema bisher vor mich hergeschoben hatte. Trotzdem blieb alles leicht und unverkrampft. Ohne Unbehagen erkannte ich, was zu tun ist, um selbst geschaffene Hindernisse zu überwinden. 

Die Mühelosigkeit, mit der ich Erkenntnisse gewann, die mir bis dahin verborgen waren, verblüffte mich. Die Gruppe, die aus Menschen bestand, die sich zufällig getroffen hatten, wuchs zusammen und wurde mehr als die Summe ihrer einzelnen Mitglieder. Ich habe Menschen getroffen, deren Geschichten mich bewegten. Ich habe Sätze gehört, die mein eigenes Leben spiegelten. Und ich durfte Peter und Jasmin kennenlernen, die mir auf unkonventionelle und besondere Weise zeigten, wo es in meinem Leben lang gehen kann. 

Ich bin dankbar für diese Erfahrung und dafür, dass ich dieses wunderschöne Fleckchen Erde kennenlernen durfte. Wann immer ich meine Aufzeichnungen und Mitschriften aus dem Seminar zu Hand nehme, dann weiß ich, was ich als Nächstes zu tun habe. Und wenn meine To-do-Liste abgearbeitet ist, dann mache ich mich auf die nächste Reise zu mir selbst. Natürlich wieder mit Jasmin und Peter.

Cornelia Wriedt, Pritzwalk

Grüße
Conny

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